HÜTER DER ZEIT

Und sanft beginnt zu schmelzen
was lange geborgen
Flüssigkristall
aus den Quellen
rinnt leise

Ein Augenblick beglänzt vom Licht
sichtbar nur
für die, die wissen
was zu behüten
es gilt

Dämmernde Gedanken
wie ein Erinnern
ein Atmen, ein Puls
Neugeborene Fantasie
fliesst wie Alles
in der Erde Schoß

So fallen ungezählte Tropfen
mit dem Tacken der Uhr
folgen dem Ruf
nach einer neuen Zeit
und älteren Gesetzen

°

 

 

HÜTER DER ZEIT

Inspirationsgrundlage

Während das Abschmelzen der Pole bei uns im europäischen Raum als eine der größten Naturkatastrophen überhaupt behandelt wird, sehen die Bewohner der Arktis den Klimawandel aus einer anderen Perspektive.

In der Dokumentation „Grönland – Eine eisige Insel im Wandel“ berichten die modernen Inuit (eskimoische Bevölkerungsgruppen). Das „ewige Eis“ ist ein relativer Begriff geworden. Die Eiskante rückt immer näher, das Eis wird merklich dünner. Während die Jäger noch vor 15 Jahren durch eine 2 m dicke Eisschicht ihre Löcher schlagen mussten, sind es heute nur noch 40 cm. Erleichterung. Viele Buchten sind nun ganzjährig eisfrei, die Erwärmung des Wassers sorgt außerdem für einen höheren Fischbestand. Das Fischen, die Haupteinkommensquelle der Grönländer, ist ein leichteres Geschäft als früher. Die Inuit sind sich mehr als jeder Klimaforscher über die Veränderungen bewusst, doch sie sind ebenso sicher, dass sie sich der Natur auch weiterhin anpassen werden.
Messungen zeigen, dass die Abnahme der Eisfläche in den Jahren 2007/2008 im Durchschnitt um 45 % gestiegen ist. Laut neueren Forschungen könnte die Arktis bereits zwischen 2040 und 2080 gänzlich eisfrei sein.
Die wichtigsten Politiker aller Länder halten Konferenzen vor Ort um über den Klimawandel zu beratschlagen. Die Inuit verstehen die Anschauung, die Panik der Europäer nicht. „ Für uns bieten sich neue Chancen. Es gibt mehr Fisch und Hoffnung auf Öl.“ Beides bedeutet Sicherheit und Unabhängigkeit.

Weitere wirtschaftliche Veränderungen kündigen sich mit dem Freitauen der Nordostpassage an. Sie ist der mit Abstand schnellste Seeweg zwischen Europa und Asien. Die Route lässt sich kaum befahren, da sie so gut wie immer zugefroren ist. Zuletzt bahnten sich um 1935 russische Eisbrecher ihren Weg durch die Passage und versorgten neu gegründete Städte an der sibirischen Küste. Mit Zusammenbruch der Sowjetunion liessen der kostspielige Verkehr und die Versorgung nach. 2007 zeigten sich erstmals grosse Risse im ewigen Eis. Im Sommer 2008 war die Nordostpassage auch für normale Schiffe befahrbar. Die klimatischen Veränderungen können den Seeweg aufgrund sinkender Transportkosten wiederbeleben, sowie die Entwicklung der an ihm liegenden Städte.

Folgen der grossen Schmelze sind auch im Ökosystem festellbar: es erhöht sich in Grönland die Population der Gänse, während die Rentierherden schrumpfen. Der Lebensraum von Eisbären, Seehunden und vieler anderer Bewohner der Arktis ist bedroht. Der Salzgehalt des Meeres wird beeinflusst und führt auch hier zu Veränderung von Lebensraum.
Betrachtet man diese Auswirkungen der Polarschmelze und die drastischen langfristigen Veränderungen als eine Folge der globalen Erwärmung, gelangt man leicht zu der europäischen Denkweise „ Welchen Einfluss haben wir auf die Natur? “Man fühlt sich als Mitverursacher der Erderwärmung, fühlt sich verantwortlich für das Aussterben der Artenvielfalt. So sollte auch der Kinofilm „Unsere Erde“ ein neues Bewusstsein für die Schönheit unseres Planeten wecken ; aufrufen, sorgsamer mit der vorhandenen Energie umzugehen, die Umwelt mehr denn je zu schonen. Umsichtig zu sein.

Die Bevölkerung Grönlands empfindet die Veränderung als natürlich. Die Erde wandelt sich seit Anbeginn der Zeit. Erdplatten verschieben sich, Berge und Gletscher entstehen und werden wieder abgetragen. Wasser gefriert, und es beginnt wieder zu schmelzen.
Aus Fossilienfunden geht hervor, dass in der Arktis vor 40 Millionen Jahren subtropische Temperaturen herrschten und Mammutbäume wuchsen. Noch vor dieser Zeit könnte sie ein gigantischer Süsswassersee gewesen sein. Andere Funde zeugen von heftigen biologischen Umwälzungen und plötzlichen Aussterben vieler Organismen.
Die Inuit stellen sich daher, wie viele Urvölker, eher die Frage „ Welchen Einfluss hat die Natur auf uns?“. „Wir müssen uns Anpassen.“

°

Was hat nun die Polarschmelze mit der Mode zu tun? Besser: wieso beeinflusst die Polarschmelze den Zeitgeist?

Der Zeitgeist ist wohl so etwas wie die Summe der Gedanken, der Wertvorstellungen, der Sorgen, Wünsche und Hoffnungen einer Epoche. Die Reflektion der Zeit. So fliessen in den Geist der Zeit geschichtliche, kulturelle, astrologische, religiöse und gesellschaftlich-politische Ereignisse, die sich dann in der Kunst und damit auch der Kleidung ausdrücken. Je nach Epoche spiegeln sich Kriege, Monarchien, Diktaturen, Revolutionen.

Heute leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft, die in vielen Bereichen Neustrukturierung verlangt. Alte Formen, z.B. von Familie brechen auseinander. Viele sind selbst mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.
Es sei ein Problem Beruf, Familie und Hobby unter einen Hut zu bekommen. Aber genau das haben die Menschen doch immer getan. Was ist heute so anders?
Wo früher klare Strukturen waren, ist heute fast schon Chaos.
Alles unter einen Hut bekommen zu wollen endet oft im Burn Out, Multitasking im Stress. Während „Wir haben doch keine Zeit“ zur Grundironie einer ganzen Generation wird, sind viele Erwachsene längst über-, der Nachwuchs unterfordert.

Wo Alles möglich ist, bleibt Spezialisierung auf der Strecke. Da man Alles will, nimmt man sich kaum für etwas wirklich Zeit, die Dinge laufen nebeneinander her, bringen keine Zufriedenheit. Andere wissen gar nicht erst, was sie wollen. Das Problem der Jugend ist nicht, das sie keine Möglichkeiten haben, sie sind mit der Masse an Angeboten überfordert.
Während ein Teil dies auf der Strasse in Rebellion und Gewalt ausdrücken, suchen andere
Zuflucht in einer Welt in der es noch Zeit gibt, Helden und wahre Freundschaft: der Fantasie, heute eher bekannt als Fantasy.
Wer in seiner Fantasie und beim Träumen begleitet wird, findet auch wieder zurück. Ist man damit allein, werden Rollenspiele schnell zum Fanatismus, Computerspiele zur Sucht.
Doch viele potentielle Wegbegleiter haben entweder selbst keine Perspektive oder sind
auf der Suche nach Ausgleich, nach Ruhe, Antworten und wahrscheinlich nach sich selbst.
Wo bleiben wir in dieser schnelllebigen Zeit??? Diese Frage haben sich vielleicht eher in Form von „ Wo ist denn schon wieder die Zeit geblieben?“ sicherlich auch schon diejenigen Erwachsenen wie Jugendliche gestellt, die nicht persönlich von den oben dargestellten Problematiken betroffen sind.

Seit einigen Jahren öffnet man sich für neue Wege: Feng Shui, Thai Chi, Reiki, Meditation; Dinge, die vor nicht allzu langer Zeit noch als spiritueller Humbug galten. Wo die Zeit sonst davon rennt, kommt man endlich dazu einmal den Augenblick zu spüren wenn man sich nur auf ihn konzentriert.
Was beeinflusst unsere Zeit ausserdem? Naturkatastrophen ( Flächenbrände, Tsunamis…) , Integration, das Bildungssystem, Terror, die Wirtschaftskrise. Eines der aktuellsten Themen: der Klimawandel, und damit die Polarschmelze.

Die Mode, die momentan tatsächlich „Alles ist möglich“ reflektiert, hinkt seit jeher mit dem spiegeln des Zeitgeistes der freien Kunst hinterher. Schon z.B. in der Renaissance und im Barock fand man den später allgemeingültigen Stil zunächst in der Malerei. So finden wir in der modernen Kunst und Architektur eine Strömung, die möglicherweise das reflektiert, wonach die Gesellschaft sich sehnt: Klarheit, Struktur und Form. Der Purismus (franz.: pur, rein, unvermischt), der sich allmählich auch in der Haute Couture zeigt „ bedeutet in der Ästhetik ein Schwergewicht auf dem Klaren, Genauen, Regelmässigen, auch Unverfälschten.“ (Wikipedia) . Ähnlich wie der Purismus beschränkt sich auch der Minimalismus auf das Wesentliche.
Beide Stilrichtungen beherbergen trotz oder gerade aufgrund ihrer Klarheit, ihrer Struktur doch immer Faszination.
Man muss sich manchmal nur die Zeit nehmen, ein zweites Mal hinzusehen.

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„Zeit ist relativ“ sagte schon Albert Einstein. Experimente mit Teilchenbeschleunigern bestätigen dies. Eines der grössten dieser Experimente findet derzeit in Cern in der Schweiz mit dem LHC (Large Hadron Collider, deutsche Bezeichnung: Großer Hadronen-Speicherring) statt. „Über Zeit wurde schon viel diskutiert. Aber was ist Zeit eigentlich? Ist es das, was wir auf der Uhr sehen? Ist Zeit, was als lineare Abfolge in unserem Leben abläuft? Hängt Zeit mit unserer Wahrnehmung zusammen?“ Der Text „Die veränderte Zeitwahrnehmung“ von Susanne Kreth beschäftigt sich mit der Problematik, die ich im vorherigen Abschnitt angesprochen habe. Uns läuft die Zeit davon. Doch wenn wir bewusst in den Augenblick gehen (wenn wir zum Beispiel auf etwas warten), scheint die Zeit stehen zu bleiben. Wie können wir uns der Zeit anpassen, oder besser: die Zeit uns???
Wir benötigen ein neues Bewusstsein für die Zeit. Die Antwort liegt im Wort selbst: bewusst sein. Wie bereits angesprochen, erleben viele Menschen in der Meditation, in der es eben darum geht, bewusst im Augenblick zu sein, nicht in die Vergangenheit oder die Zukunft zu schauen, dass die Zeit irgendwie beeinflussbar, dehnbar ist.

In so vielen Bereichen haben wir die Zeit manipuliert. Daten- und Informationsaustausch funktionieren mit Hilfe von Computern und Handys in einem Bruchteil der eigentlich auf natürlichem Wege benötigten Zeit. Ebenso die Überwindung von Strecken mit dem Auto oder Flugzeug. Auch hier wird die Zeit komprimiert. In allen Fällen ist der Preis dafür ein wesentlich höherer Energieverbrauch. Bei Allem was wir beschleunigen, ist die globale Erwärmung kein Rätsel. In der Quantenphysik spricht man von erhöhten Schwingungsfrequenzen, Energie ist hier nichts anderes als Schwingung.
Mit der Erhöhung der gesamten Energie geschieht die „Transformation“ der Zeit, die derzeit im Gange. Transformation ist nicht als etwas weltfremdes, spirituelles oder gar futuristisches zu verstehen:

„Eine Transformation (lateinisch: die Umformung) bezeichnet allgemein die Veränderung der Gestalt bzw. Form bzw. Struktur. Die Transformation kann ohne Verlust der Substanz bzw. Inhalt erfolgen.“ (Wikipedia)

Nichts anderes als das, was passiert, wenn z. B. der Zustand von Wasser sich verändert: die globale Erwärmung als Verursacher der Polarschmelze.
Oder auch der Übergang in eine neue Zeit mit einer neuen Struktur, eine neue Epoche ?

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Klimaforscher analysieren Wasser- und Eisproben auf der Suche nach neuen Erkenntnissen über die Auswirkungen der Schmelze, so auch Dr. Dirk Notz vom Max-Planck-Institut. Eine ZDF Reportage berichtet. „Fast unvorstellbar, wie viele Informationen in einem unscheinbaren Stück Meereis stecken. Nicht nur sein Salzgehalt gilt als wichtiger Indikator für die Klimaentwicklung weltweit. Auch unterschiedliche Temperaturen können im gefrorenen Material gemessen werden und geben Aufschluss über den Wärmeaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre. Es erwartet den Experten noch eine Menge Detailarbeit, bis er aussagekräftige Ergebnisse in den Händen hält.“

Der Japaner Masaru Emoto beschäftigt sich seit 12 Jahren mit der allgemeinen Wasserforschung. Mit der Wasserkristallfotographie ist ihm ein Durchbruch gelungen.
In zehntausenden Versuchen hat er herausgefunden, dass Wasser nicht nur gute und schlechte Informationen, Musik und Worte, sondern auch Gefühle speichert. Seinen Forschungen lag folgende Überlegungen zugrunde: Kristalle sind feste Substanzen mit regelmäßig angeordneten Atomen und Molekülen. Schneekristalle haben, durch ihre unterschiedlichen Bedingungen unter denen sie entstehen, nie das gleiche Aussehen. Um die gleiche Kristallstruktur zu haben, müssten schon die verschiedenen Wasserarten auf der Welt die gleiche Kristallstruktur aufweisen. Seine Theorie ließ ihn folgendes glauben: Wenn ein Wassermolekül auskristallisiert, wird reines Wasser zu einem reinen Kristall, verunreinigtes Wasser hingegen würde, so dachte er, nicht so schön kristallisieren. 1994 begann er zu experimentieren. Er wurde bestätigt.
Die Theorie, dass Pflanzen ein Bewusstsein haben, bestärkte Emoto zu weiteren Experimenten. So behaupten Theorien, dass sich im Pflanzenwachstum große Unterschiede feststellen lassen, wenn sie netten oder bösen Worten ausgesetzt sind. Das Wasser, das also z.B. in Pflanzen enthalten ist, so Emotos Vermutung, muss auf die Worte, oder besser, die Schwingungen des Wortklanges reagieren. Menschen werden fröhlich und ermutigt, wenn sie Musik hören. Emotos Theorie ging davon aus, dass sich vermutlich das Wasser in ihren Körpern verändert. Die Schwingungen der Musik und der Worte, die durch die Luft weitergeleitet werden, beeinflussen Wasser wahrscheinlich stärker als jedes andere Element. Gute Musik und freundliche Worte müssten also eine positive Wirkung auf Wasser ausüben. Der Mensch besteht zu etwa 70% aus Wasser… Die Experimente zeigen, dass Wassermoleküle sich tatsächlich je nach projiziertem Gefühl unterschiedlich verhalten. Unvorstellbar, aber wahr: bespricht oder betrachtet man ein Glas Wasser mit positiven Worten wie Liebe oder Glück, werden die Moleküle zu klaren, wunderschönen Kristallen, sichtbar unter dem Mikroskop. Entsprechend verzerren sich die Moleküle bei negativer Intention bis zur Unkenntlichkeit. Er selbst tauft dieses Phänomen „Chi of Love“, Energie der Liebe.
Die Antwort für eine neue Klarheit? Die Liebe als Schlüssel der Evolution. Eine alte Theorie, oft als romantisch abgetan.
Auf jeden Fall der Beweis dafür, dass Gutes entsteht, wo Gutes gesäät wird.
Man spricht bereits von den ersten Kindern, die im Vergleich zu den Anderen ihrer Generation auffällig sind. Auffällig angepasst an unsere Zeit. Man nennt sie Kristallkinder. Kinder mit einer neuen Bewusstseinsstruktur. Sie sind in höchstem Maße sensibel, sanft, gelassen, ausgeglichen und weich, werden oft als autistisch eingestuft. Ihre Spezialität liegt im Entwirren von schwierigen, festgefahrenen Situationen. Genau das, was die Generation benötigen wird um in unserer Welt erfolgreich und glücklich zu sein. Sie wissen um ihre eigene Einzigartigkeit, und im Glauben an ihre eigene Göttlichkeit leben sie in uneingeschränktem Vertrauen.

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Was schmilzt mit den Polarkristallen? Welche Informationen liegen noch im ewigen Eis?
Wo man nichts Genaues weiß, bleibt immer Raum für Fantasie.
Nicht handfest? Irrtum. Denn „Phantasie bedeutet nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.“ (Thomas Mann)
Wohin der Fluss der Zeit uns auch treibt, wir sollten vertrauen. Wem die Phantasie nicht reicht, vertraut vielleicht der Mathematik. Dort liegt die Antwort im Problem. Mit dem Auflösen der Struktur einer Gleichung, dem Umstellen der Formel nach Gesetzen, gelangt man, früher oder später, zur Lösung.

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Grundlage meiner Herbst/Winter Kollektion 2009/2010 ist die Polarschmelze – das Erwachen einer kristallinen Welt und dessen Bedeutung für unsere Zeit.
Der Titel meiner Kollektion ist inspiriert durch den Tatsachenroman „Der Ruf der Mayas“ von Wiek Lenssen. Die Mayas nannten sich selbst die Hüter der Zeit. Vielen ist der Mayakalender bekannt. Er beschreibt unsere heutige Zeit als eine Zeit des Umbruchs, des Übergangs, des Erwachens. Laut Mayakalender bereiten wir uns auf einen neuen Sonnenzyklus vor, eine neue Zeit mit einem neuen Bewusstsein. 1997 gab es ein Stammestreffen der Ältesten in Kolumbien. Der Aufruf:

„Die Völker im Zentrum müssen den Adler des Nordens mit dem Kondor des Südens vereinen.“

Dies fand ich übertragen in meiner Thematik der Polarschmelze. Die „Völker im Zentrum“ verursachen die globale Erwärmung, die zur Folge hat, das das Eis der Pole beginnt zu schmelzen, sich entgegenzufließen. Vereinigung, auch wirtschaftlicher Zusammenschluss.
Ich habe als Grundfarbe meiner Kollektion Grau gewählt. Grau ist die Farbe des Überganges, die Vereinigung von Schwarz und Weiß. Mischt man alle Regenbogenfarben zusammen, ergeben sie ein „neutrales Grau“. Die Maya nennen die Zeit, die kommen wird die Regenbogenzeit, bei den Aborigines steht die Regenbogenschlange für die Vereinigung von männlicher und weiblicher Energie, für die Schöpfungskraft, Fruchtbarkeit.
Die Mint – Petrol Töne symbolisieren das Eis, die Klarheit.
Kühle Farben distanzieren, so stehen sie auf der einen Seite für die Kühle vieler Menschen aufgrund ihrer Furcht, und geben dem Träger auf der anderen Seite Ausgleich zu der Wärme, der Energie unserer Zeit.
Das Element Kristall findet sich in meiner Kleidung in Anlehnung an den Purismus. Keine opulenten Drapagen, Muster, Accessoires. Klare Linien, eine klare Form und Struktur. Das, was kommt, die Zukunft weist.
Durchbrochen wird dies durch das Element der, wie ich sie nenne, „Verwicklung“. Dieses steht für die Verwirrung und Umstrukturierung unserer Jetztzeit.
Kapuzen, Kragen und Stulpen geben Schutz und Wärme,
Das Element Wasser spiegelt sich in bewusst zurückhaltenden Wasserfällen und dezenten Raffungen, denn sanft beginnt es zu fliessen. Dies ist der Anfang. Das Wasser verspricht Reinigung und Erneuerung.
Die Thematik der Polarisation zeigt sich in der gegensätzlichen Stoffauswahl. Alt bewährte Walkloden in Kombination mit neuen, modernen Fasern und Geweben. Fliessende, glänzende Flächen treffen auf grobe Strukturen.
Die verschiedenen Stoffe werden allerdings nicht direkt in einem Teil verbunden, es liegt immer noch eine Fläche dazwischen.
Dahinter stehen – ausgedrückt durch das Wahren natürlicher Formen und bewegliche Stoffe- Ruhe, Flexibilität (Bewegungsfreiheit) und Sicherheit, wie die Bäume. Ihre Wurzeln sind tief, und ihr Wissen ist alt. Sie bieten uns Schutz, Halt und Geborgenheit: ein Raum für das ein oder andere Geheimnis.

 

weitere Inspirationstexte

 

Quellenangabe:

-Dokumentation „Grönland – Eine eisige Insel im Wandel“ von Claudia Buckenmaier und
Tilmann Bünz, 2008
-Wikipedia „Arktis“
-Bayrischer Rundfunk Online „Klimawandel in der Arktis – Die Nordost Passage taut frei“ (13.11.2008)
-Wikipedia „ Nordostpassage“
-„Die veränderte Zeitwahrnehmung“, Susanne Sejana Rakeena Kreth, Sep. 08
-Wikipedia „Purismus“
-ZDF Reportage „ Die grosse Polar-Schmelze“
-Masaru Emoto „ Die Antwort des Wassers“
-Wikipedia „Transformation“, „LHC“
-„Kristallkinder“, Doreen Virtue
-Wiek Lenssen, „Der Ruf der Mayas“

Kaethe Maerz
K.& K. Wieschenkämper GbR
Talstraße 79
40217 Düsseldorf
Tel +49 (0) 211-13721833
Fax +49 (0) 211-13721834
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